BÄRENHÖHLE BERNDORF
Unsere Geschichte
Unsere Gründerin, Frau Obermedizinalrätin Dr. Ingeborg Watzeck, wurde am 3. Mai 1930 geboren. Ihre Eltern waren beide als Lehrer in Floridsdorf tätig. Im Zuge des Zweiten Weltkriegs verlor sie ihren Vater, und das Haus der Familie in der Demmergasse 5, 1210 Wien, wurde zerstört. Gemeinsam mit ihrer Mutter setzte sie den Wiederaufbau des Hauses um, das mithilfe von Fördermitteln aus dem Wiederaufbaufonds als Mehrfamilienhaus neu entstand.
Dr. Watzeck studierte Medizin und absolvierte ihre Ausbildung zur Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Bis kurz vor ihrem Ableben führte sie am Standort in der Demmergasse ihre Ordination mit Kassenverträgen. Sie zeigte stets großes Interesse an aktuellen wissenschaftlichen Entwicklungen und bildete sich regelmäßig durch Fachvorträge und Kongresse weiter. Im Jahr 1973 verstarb ihre Mutter. Dr. Watzeck selbst blieb ihr Leben lang kinderlos.
Anfang der 1990er-Jahre begann Dr. Watzeck mit dem Sammeln von Teddybären. Ihre ersten beiden Exemplare waren zwei Bären aus dem Normalprogramm der Firma Steiff mit Quietschstimme, denen sie die Namen „Quickie“ und „Paula“ gab. Sie kleidete diese liebevoll mit selbstgestrickten Westen ein. Ab 1995 brachte die Firma Steiff limitierte Ländereditionen heraus, unter anderem für Österreich, Deutschland, Großbritannien, die Schweiz und Holland sowie für Amerika und Asien. Diese besonderen Editionen weckten Dr. Watzecks Interesse und eröffneten ihr ein faszinierendes Sammelgebiet. In der Folge wuchs ihre Sammlung rasch an, wobei sie manche Exemplare sogar mehrfach erwarb.
Da Dr. Watzeck keine eigenen Nachkommen hatte, war es ihr ein großes Anliegen, ihre Teddybärensammlung in guten Händen zu wissen und für die Zukunft zu bewahren. Daher verfügte sie bereits zu Lebzeiten testamentarisch die Errichtung einer gemeinnützigen Stiftung, deren Zweck die Erhaltung und öffentliche Zugänglichkeit der Sammlung sein sollte.
Nach längerer Krankheit verstarb Dr. Watzeck am 2. Jänner 2017. Ihrem Wunsch entsprechend wurde in Umsetzung ihres Testaments die gemeinnützige Dr. Ingeborg Watzeck Stiftung gegründet, die von drei Vorstandsmitgliedern geleitet wird. Da sich die Räumlichkeiten in der Demmergasse als ungeeignet erwiesen, konnte für die Sammlung schließlich eine bessere Unterbringung in Berndorf gefunden werden.